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Wie Ärzte den eigenen Ruf im Internet schützen können

Wie Ärzte den eigenen Ruf im Internet schützen können

Auch wenn Ärzte und Arztpraxen zum Teil keine oder nur eine Verlegenheitslösung im Internet haben, sind viele überrascht zu sehen, wie präsent man als Arzt auch ohne sein Zutun ist: Branchenbucheinträge, Erwähnungen in Foren,  als Vereinsmitglied, Buchautor(in), u.v.m. Beruflich von besonderer Relevanz sind die immer zahlreicheren Bewertungen in Empfehlungsportalen, über die man sich unbedingt informieren sollte.

Erster Schritt: Überblick verschaffen

Das Web kann Ihnen sehr schnell einen Eindruck vermitteln, wo und wie über Sie und Ihre Praxis geschrieben wurde: Foren, Blogs, Empfehlungsportale, Twitter, etc. Für einen Überblick sollten Sie folgende Seiten aufrufen und dort Ihren Namen und den Ihrer Praxis eingeben:

  1. Das Web mit Google: Hier sollten Sie Ihren Namen mal mit, mal ohne Vornamen, und auch mal ohne Titel und in Anführungszeichen gesetzt durchsuchen, also “Dr. Ralf Mustermann” genauso wie “Dr. Mustermann”. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Sie sehr viel über andere Dres. finden werden, können Sie nicht davon ausgehen, dass Sie stets mit vollständigem Namen beschrieben werden. Prüfen Sie auch die häufigsten Ihnen bekannten Fehlschreibweisen Ihres Namens.
  2. Die Personensuchmaschinen (Yasni123people.commyonid.com): Der Vorteil dieser Suche ist eine gewisse Vorsortierung der Ergebnisse und die Möglichkeit, auf die Zuordnung Einfluss zu nehmen. Zunächst einmal lohnt sich also die oben beschriebene Suchweise auch hier.
  3. Die sozialen Medien mit Social Mention: Social Media ist so viel mehr als Facebook und Twitter – im Grunde gab es das Social Web schon seit dem Beginn der Foren, und genau die werden in der SocialMention Suche ebenso wie die neumodischeren Blogs in die Suche einbezogen. Dafür müssen Sie nicht mal ein Konto in sozialen Netzen haben. Zu beachten ist nur, dass man am Besten direkt mit der fortgeschrittenen Suche beginnt, und dort die Ergebnisse auf “deutsche Treffer” begrenzt: Fortgeschrittene Suche in sozialen Netzwerken

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Zweiter Schritt: Kontrolle gewinnen

Google Places:

Auch wenn Sie sonst nichts unternehmen, dieser Eintrag ist Pflicht! Genauso gut könnten Sie darauf verzichten, ein Praxisschild an Ihrer Türe anzubringen, nur weil sie den Zeitbedarf dafür scheuen. Schneller noch geht nämlich die Übernahme und Ergänzung Ihres Eintrags in der Kartenansicht in Google: www.google.com/local/add – Hier erreichen Sie, wenn Sie die telefonische Authentifizierung wählen – binnen weniger Minuten die Freischaltung (Ein Konto bei Google vorausgesetzt).

Personensuchmaschinen:

Der erste Schritt, um all die losen Enden in den Griff zu bekommen, ist das Anlegen eines eigenen Profils z.B. bei Yasni oder myOnID wo Sie Beiträge bzw. Erwähnungen zu Ihrer Person bestätigen bzw. verwerfen können. Ausgehend davon können auch weitere Schritte unternommen werden, um eventuell ungerechte Negativ-Kommentare und Erwähnungen aufzuspüren und zu entfernen oder zumindest abzudrängen (s. hier ein Urteil zur Abgrenzung zwischen berechtigter und unberechtigter Kritik und den rechtlichen Konequenzen).

Arztportale:

Es gibt zahllose Portale, unter denen ich einige hervorheben möchte, die ich für besonders wichtig halte:

  • Weiße Liste: Seit 2011 wird die von der Bertelsmann Stiftung initiierte Weiße Liste immer relevanter für Ärzte, spätestens seit die AOK, die Barmer EK und andere Krankenkassen ihre Patienten darüber befragen (Ergebnisse sollen 2012 veröffentlicht werden), und dadurch einen Effekt auslösen, der das Bewerten von Ärzten immer selbstverständlicher werden lässt. Meine Prognose ist, dass die Weiße Liste in den kommenden Jahren das Potenzial zum Primus hat, weil die Kombination aus wachsendem Druck seitens der Krankenkassen, dazu die Autorität eines nicht kommerziellen und für Ärzte kostenlosen Portals, sowie das moderne und nutzerfreundliche Design auf Dauer unwiderstehlich sind. Lobenswert finde ich vor allem, dass Bewertungen erst dann öffentlich werden, wenn auch eine ausreichende Zahl vorhanden ist.
  • Arztauskunft: Das angestaubt wirkende Portal hat es in sich, denn die hier eingegebenen Daten werden in zahlreichen anderen Arztsuchen verwendet. Im Jahr 2011 sind außerdem der Verband der Ersatzkassen (www.vdek.com), die DAK, die HEK, die HKK und die KKH-Allianz dem Empfehlungspool beigetreten. Ein Eintrag hier besitzt also eine große Hebelwirkung und ist, da kostenlos, unbedingt zu empfehlen.
  • Jameda: Aufgrund seiner Vernetzung mit diversen Arztsuchen in großen Publikationen wie Focus Online, Bild.de u.a., sowie mit Google Places weist Jameda eine sehr hohe Reichweite auf. Die Gestaltung ist hochwertig und zumindest zu Beginn übersichtlich, und im Gutachten der ÄZQgehört Jameda seit Jahren stets zu den besten Portalen. Leider ist den Machern von Jameda die Bedeutung für Markt nur allzu bewusst, denn anders sind die hohen Monatsbeiträge, die inzwischen allein schon für einen Eintrag mit Praxislogo und Link zur eigenen Homepage fällig werden, nicht zu erklären. Trotzdem bleibt das Portal aufgrund der Häufigkeit, mit der hier Bewertungen eintreffen, unverzichtbar, und kann mit einigen Einschränkungen auch kostenlos genutzt werden.
  • Imedo: Das Portal ist durch Kooperationen mit zahlreichen Portalen wie Spiegel Online, Manager Magazin, u.a. gut vernetzt und zielt durch die Auswahl der Partner auf eine wohlhabendere Klientel unter den Internetnutzern (Ob das automatisch zu einem höheren Anteil an Privatpatienten führt, die über dieses Portal vermittelt werden, ist natürlich kaum zu beurteilen). Auch hier wird der Eintrag erst in der kostenpflichtigen Form mit einer attraktiveren Darstellung und Verlinkung zur eigenen Seite belohnt. Für Ärzte, die Beiträge in Foren und damit den direkten Patientenkontakt nicht scheuen (und den Wert für die Suchmaschinenplatzierung ihrer Homepage kennen), lohnt sich indes ein Blick in die Imedo Community.
  • Docinsider: Dieses Portal ist u.a. mit Google Places vernetzt und unternimmt viel, um Ärzten beim Sammeln von Patientenmeinungen zu unterstützen. Dazu gehört neben der sehr übersichtlichen und einladenden Gestaltung auch eine gut gemachte iPad-Anwendung, die Ärzte am Besten direkt im Wartezimmer einsetzen, um Bewertungen zu erhalten. Da der kostenlose Eintrag schon den Link auf Ihre Homepage beinhaltet, ist das Portal absolut zu empfehlen und auch ein Kandidat für den Ausbau.

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Dritter Schritt: Lauschposten einrichten

Social Media Monitoring

Wenn Sie die o.g. Schritte ausgeführt haben, sollten Sie nun einige Automatismen einrichten, damit Sie künftig sofort reagieren können, wenn sich im Internet etwas über Ihre Person ‘zusammenbraut’, ob berechtigt oder nicht. Die wichtigsten Punkte:

  • Google Alert: Wenn Sie in Google die Suchen nach Ihrer Person durchführen, können Sie diese auch als “Alert” speichern und sich automatisch in bestimmten Abständen (oder sofort bei neuen Ergebnissen) zuschicken lassen (www.google.de/alerts)
  • Empfehlungsportale: Indem Sie Ihre E-Mail Adresse in Ihren Profilen hinterlegen, stellen Sie sicher, dass Sie über künftige Beurteilungen sofort informiert werden. Dann können Sie z.B. bei unsachlicher Schmähkritik auch sofort reagieren.
  • Automatische Berichte aus den sozialen Netzen: Auch über socialmention.com/advanced_search können Sie Treffer zu Ihrem Namen ‘abonnieren’
  • Personensuchberichte: Sobald Sie Ihr Profil in Yasni & Co eingerichtet haben, können Sie sich regelmäßig die Treffer zusenden lassen, z.B. wöchentlich (www.yasni.de/index.php?action=webprofile&task=mailmonitoring)

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Empfehlung zum Umgang mit Ärzteportalen

Praxismarketing Empfehlungsportale

Nachdem Sie die Ärzteportale besucht und Ihre Einträge in Besitz genommen haben (was mitunter durch postalische und telefonische Bestätigungen einige Zeit in Anspruch nimmt) werden Sie fraglos von nahezu JEDEM Portal und Branchenverzeichnis Angebote erhalten, die Ihnen für gewisse monatliche Beiträge Mehrwert in Form von mehr Besuchern, einem Link auf Ihre Homepage, etc. anbieten. Falls Sie in dieser Zeit einfach mal zu allem JA sagen, werden Sie in Kürze das Äquivalent einer 2-Zimmer-Wohnung in bester Münchner Innenstadtlage bezahlen – monatlich, wohlgemerkt. Meine Empfehlung für zeitknappe Ärzte ist pragmatisch: Mit den kostenlosen Angeboten von Google, Arztauskunft und der Weißen Liste haben Sie einen großen Schritt getan. Betrachten Sie die anderen Portale 1-2 mal im Halbjahr und beobachten Sie, ob dort Empfehlungen über Ihre Praxis eingetragen wurden und werden. Auch ist von Bedeutung, ob diese Empfehlungen auf anderen Internetseiten wiederverwertet werden. Ein Beispiel: Docinsider- und Jameda-Bewertungen werden auch in Google Places verwendet, was ihnen mehr Bedeutung einräumt.

Dann entscheiden Sie sich nach etwa einem halben oder einem Jahr für das Portal, das auch Ihren Patienten offenkundig besser gefallen hat, und bauen Ihren Eintrag dort gezielt aus.

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PS: Das bieten wir

Unser Ansatz für Praxismarketing ist ganzheitlich und zugleich pragmatisch. Jedes Budget ist endlich, und die Frage, die uns umtreibt ist nicht, wie man alles möglichst auf einen Schlag schafft, sondern wie man im Laufe eines gesteckten Zeitrahmens die Maßnahmen so aufsetzt, dass von Anfang an der größtmögliche Effekt eintritt. Gemeinsam planen und priorisieren wir Maßnahmen und kommen so zu einer Entwicklungsstrategie für Ihre Praxis oder Klinik. Diese Felder beziehen wir ein:

  • Markenaufbau (Corporate Design, Philosophie)
  • Internetpräsenz – mit und ohne Content Management System (zum Ändern der Inhalte durch Praxismitarbeiter)
  • Patientengerichtete Öffentlichkeitsarbeit, vor allem online (z.B. Artikel und Videos zur Aufklärung)
  • Internetbasierte Systeme für Patientenmanagement (Terminbuchung online)
  • Suchmaschinenmarketing (SEM) und Suchmaschinenoptimierung (SEO), u.a.m.
  • Social Media Monitoring und Betreuung

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